Nichts bleibt wie es ist!

Was ist eigentlich los im Gemüsegarten? Der Herbst ist da, und bis hierhin ist eine ganze Menge verschwiegen worden: Die Zucchini ist hinüber, die fruchtlose Himbeere ist vom Baby zu einer ausgewachsenen Riesenhimbeere herangewachsen, deren Höhenwachstum man sogar mit einem beherzten „Kopf ab!“ Einhalt gebieten musste, es wurden steinharte Kohlrabis geerntet, es gab 4 hervorragende Pariser Möhrchen, Radieschen klappen im September nicht mehr, aber dafür wuchert Ende August ausgesäter Spinat, als gäbe es kein Morgen mehr und ich liebe offensichtlich immernoch Aufzählungen. In dieser ganzen stillen Zeit gab es immer wieder sanftes Drängen, doch mal wieder über oben genannte Vorkommnisse zu berichten. Nachdem heute meine großartige Schwester einen letzten Versuch unternahm und mir aus ihrem bestens besuchten Blog einen riesigen Haufen Leser hinüberschob, ist die Schreibblockade gebrochen. Schreibblockade? Ist das wohl das richtige Wort? … Liebes Lavendelkind, ich habe so ungefähr genau 5-6 Leser und Samstags 10, die etwas über Gemüse lesen wollen. Was also tun, wenn der zuvor minutiös geplante und betreute Gemüsegarten den Bach runter geht, man gerade noch die Kraft hat, Wasser und bei extrem überschwänglicher Laune den guten Biodünger hineinzukippen, auf das möglichst ein bißchen Grün überlebt? Was tun, wenn man den Hals dreimal umgedreht und gefühlt Herz und Magen rausgerissen bekommt? Wenn man als angeschossenes Reh im Wald rumsitzt und auf den Fangschuss wartet? Wenn sich gefühlt innerhalb von Stunden alles ändert und man beim besten Willen nicht mehr weiss, wo einem der Kopf steht? Wenn genau dieser voll ist mit gartenfernen Dingen oder wahlweise komplett leer? Die Antwort könnte sein: Krönchen richten, lächeln, winken und übers Gemüse bloggen. Gemüse ist der Freund, der immer bleibt…

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8 Gedanken zu „Nichts bleibt wie es ist!

  1. Kopf hoch! Bei mir sah es ähnlich aus! Bis vor ein paar Tagen hatte ich sogar Null Besucher über mehrere Tage. Aber erinner Dich warum wir den Blog gemacht haben…doch nicht wegen des Ruhms oder des nicht vorhandenen Gelds! Wir haben es gemacht weil uns der Garten Spass macht! 🙂

    • Lieber Marcel, danke für Deine Ermutigung! Meine 5-6 Gäste sind mir sehr ans Herz gewachsen, danke auch für Deine tapferen Likes, auch wenn die Posts noch so sporadisch waren. Wenn’s schon keinen Ruhm und kein Geld gibt, muss man aufpassen, dass man nicht auch noch den Spaß verliert, der Garten kann nämlich nix für widrige Umstände. Und weil er trotzdem Erstaunliches hervorgebracht hat, zeig ich morgen meine wunderbaren Pariser Möhrchen her. 🙂 Hattest Du nicht auch welche?

      • Moin 😀
        Die Likes hatten nichts mit tapferer Unterstützung zu tun, sondern bestätigen nur Deine Art Dinge zu präsentieren und zu formulieren!
        Möhrchen? Deine sind bereits ausgewachsene Möhren! Meine waren eher die kleine runde Variante (und wahrscheinlich auch viel zu früh geerntet!) 😉 Ich habe meine Kolleginnen/-en im Büro auch infiziert gehabt und vor meinem Urlaub haben wir die ersten Möhren geerntet. Das war eine bunte Mischung und die sahen genauso aus wie Deine und haben fantastisch geschmeckt! 🙂

  2. Du bist mir auch so ein kleines Pariser Möhrchen!
    Darum musst Du Dich einfach etwas besser in acht nehmen vor der violetten Wurzelfäule. So. Und jetzt setzt Du Dich mal schön in ein Treibhaus, passt gut mit den Steinen auf, denn die sind ja bekanntlich aus Glas, die Treibhäuser und dann wächst und gedeihst Du prächtig.
    Ich werde ein Auge darauf haben, mein Liebstes.

    • Pflanzen, und damit auch Gemüse, haben einfach ein viel größeres Genom als wir Menschen und sind somit wesentlich flexibler in Anpassung oder Abwehr gegen violette Wurzelfäule. Dafür haben sie keine Beine…

      • Ach.
        Echt nicht?
        Hast wahrscheinlich noch nie lange genug gewartet!
        Gekochte Pariser Möhrchen können nach vierzehn Tagen unter dem Bett ganz sicher Beine bekommen und selbständig aus dem Haus laufen.
        Der Beweis wird im Obergeschoss regelmäßig angetreten.
        Bananenschalen können das auch.

  3. Liebe Hannah! Mit deinem Post sprichst du mir aus der Seele! Voller Enthusiasmus habe ich meinen Blog vor ein paar Monaten gestartet, voller Tatendrang und toller Ideen und wo bin ich jetzt??? Völlig demotiviert und eingeschüchtert martern mich die Gedanken, dass mein kleiner Blog eh viel zu schlecht ist für die tolle, bunte und kreative Bloggerwelt da draussen. Naja, da muss wohl vermutlich jeder Blogger durch und wie mein Vorredner ja schon bemerkt hat: Wir machen es ja nicht des Ruhmes wegen (obwohl ein bisschen Ruhm auch ganz cool wäre). Also, Kopf hoch und weiter geht’s (und das sage ich wohl jetzt nicht nur dir sondern auch zu mir selbst). Liebe Grüsse, Marika

    • Liebe Marika,
      solange es rausfliesst aus Kopf und Haenden, ist es gut. Weil irgendwer liest immer und freut sich! Dein kleiner Blog hat heute zum Beispiel schon richtig was bewegt: mein Kollege und ich verzichten heute auf Kantinenkost und gehen lecker essen zum Mittag!

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