Nur die Harten kommen in den Garten

Nun mussten die Pflanzen nochmal kurz vorm Umzug die Zähne zusammenbeissen und bei absolut hochsommerlichen Temperaturen ohne die Gärtnerin aushalten. Es handelte sich um einen Zeitraum von 1,5 Wochen, in denen Organisatorisches am neuen Wohnort und ein Großelternbesuch absolviert werden sollte. Nachdem meine Anfrage nach nachbarschaftlichem Giessen leider freundlich abgelehnt wurde, bemühte ich mal wieder die Blumat Tonkegel, die in die Erde gesteckt werden, um dann über einen dünnen Schlauch die Wasserversorgung der jeweiligen Pflanze sicherzustellen. Wegen der Witterung und meiner großen Sorge steckte ich gleich mehrere Blumats in jeden Topf und gab jede Menge Gefäße als Wasserreservoir.

IMG_0872

Hier also die installierte Bewässerung um 4 Uhr morgens kurz vor der Abreise. Mir blieb nichts anderes übrig als ein Abschiedsfoto zu machen und auf Regen zu hoffen. Aber eigentlich war ich optimistisch, hatte sich die Blumat Bewässerung bei mir doch schon bewährt. Ein ziemlich schlechtes Gefühl hatte ich allerdings hierbei:

IMG_0873

Die Himbeere ist riesig, im dritten Jahr in diesem Topf und wurzelt sehr tief. Sie hatte im Vorfeld schon einen enormen Wasserverbrauch und war gerade dabei, ihre Früchte reifen zu lassen. Ob das wohl gut gehen konnte?

(Cliffhanger) Wird die stolze Himbeere überleben trotz der schlimmen Vernachlässigung durch ihre Pflegerin/Gärtnerin? Und was ist mit der restlichen Mannschaft? Wird die gleissende Sonne sie dahinraffen?  Fortsetzung folgt…

Advertisements

Schicksalsjahre eines Balkongartens

Das Schicksal des Balkongartens ist mal wieder besiegelt. Er führt ja bekanntlich ein sehr bewegtes Leben, war schon auf 3 verschiedenen Balkonen heimisch und hat sich nie unterkriegen lassen. Nun ist es soweit, Hannahs Garten bezieht seine vierte Behausung. Auf Wiedersehen, Süd-BW, es geht zurück. Zwar nicht in die große Stadt, aber in den kleinen Bruder, der sich gleich im Süd-Westen dranschmiegt. Es zahlt sich also aus, in weiser Voraussicht in dieser Saison größtenteils nur Pflanzen gehabt zu haben, die sich nirgendwo festhalten, hochranken, anklammern oder ähnliches. Bis auf Ihn hier:

DSC_0051

Der Wein. Er ist zwar kein Prachtexemplar, aber er ist mir und vorallem dem Meister und Kenner der Pflanzenwelt sehr ans Herz gewachsen. Er hält sich am grottenhäßlichen Sichtschutz fest, aber wir können ihn einfach nicht zurücklassen. Habt Ihr eine Idee, wie man den Guten transportfähig machen könnte?

Der Rest der kleingehaltenen Belegschaft ist bereit zum Umzug und darf sich freuen auf eine große Terrasse, wo es knalle Sonne oder bei Bedarf auch ein bißchen Schatten gibt und einen kleinen aber feinen GARTEN! Es ist also soweit, mein erster eigener stets herbeigesehnter Garten! Naja, also nicht wirklich meiner und es sieht zur Zeit auch eher nach Unkrauturwald aus, aber das wird schon noch.

Wer kommt mit?

DSC_0052

Natürlich die stolze Himbeere, es gibt definitv genug Platz für sie im neuen Garten.

DSC_0095

Die Tomaten, die inzwischen hübsche birnenförmige Früchte bilden. Ich hoffe, sie überstehen die Reise.

DSC_0093

Mein Thaibasilikum, den ich sehr mag.

DSC_0094

Mein Lavendelnachwuchs.

Außerdem noch Erdbeere, ein Kräuterkasten und ein geschenktes Mandarinenbäumchen. Das ist also meine Mannschaft für das neue Zuhause, mal abgesehen von den Zweibeinern. Bin ich doch alleine weggegangen und komme zu dritt wieder! Ich freue mich!

Was machen eigentlich…

… Die Strelitzien? 

Die Antwort lautet: Nichts!

  
Obwohl sie sich bei den derzeitigen Temperaturen sehr heimisch fühlen sollten, kommen sie nicht aus ihren Kokosquelltabletten gesprungen und freuen sich des Lebens, wie ich angenommen hatte. Es passiert einfach nichts. Und ja, natürlich habe ich schon wieder Samen ausgebuddelt und begutachtet… Nichts! 

Ein bißchen Schonfrist gebe ich Ihnen aber noch, bevor ich die Strelitzien-Aufzucht als gescheitert erkläre.