Alle wohlauf, bis auf…

… die Himbeere. Wie befürchtet, bot sich bei meiner Rückkehr ein trauriges Bild. Also eigentlich gab es auch Grund zur Freude, alle Pflanzen waren gewachsen, gesund und grün, selbst die Tomaten. Ein Hoch auf Blumat, es funktioniert wirklich und ich kann die kleinen Tonkegel wärmstens empfehlen. Selbst bei hochsommerlichem Wetter ohne nennenswerten Regen, kann man sich getrost auf die Bewässerung verlassen.

Aber meine liebe Himbeere, für die war es einfach zuviel. Oder eher zuwenig. Und zwar Wasser. Ich hatte es eigentlich schon vermutet: die Ernte war hinüber und die meisten Blätter vertrocknet. Während die anderen Pflanzen ihre Wurzeln quasi in den porösen Ton hinein haben wachsen lassen,

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ist diese Art der Bewässerung einfach nichts für die Himbeere und ihr Wurzelwerk. Nach einer wenige Minuten andauernden Trauerphase, packten ich und die Himbeere das Problem voller Tatendrang an. Nach 3 Jahren im Topf würde vielleicht eine Ausdünnung gar nicht schaden. Ich entfernte erstmal alles trockene Laub und fast alle Zweige knapp oberhalb des Erdbodens. Ein paar ließ ich stehen und achtete dabei darauf, dass es das diesjährige Holz war, das nächstes Jahr Früchte tragen würde. Die nun etwas überschaubarere Pflanze hob ich unter enormer Kraftanstrengung aus ihrem Kübel und teilte ungefähr zwei Drittel vom Wurzelballen ab. Das verbleibende Stück mit den unversehrten Ästchen pflanzte ich zurück in den Topf mit einer Riesenportion neuer Erde. Nach ordentlichem Angießen und etwas Beerendünger redete ich der stolzen Himbeere noch gut zu, auf dass sie sich schön regeneriere und im nächsten Frühjahr sprieße! Aber auch das sollte anders kommen, als gedacht…