Erstes Grün

Nur 6 Tage nach der Aussaat zeigte sich das erste Grün. Und zwar ging es los mit der Tomate Red Pear aus der Samenrotation. Blitzschnelle Keimung und 100% Erfolgsrate! Danke netter unbekannter Samenrotierer!

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Ein paar Tage später schauten dann auch Gurke, Zucchini und ein einziger kleiner Lavendel-Keimling aus der Erde, bzw. Kokosquellzeug. Beim Anblick des Zucchini-Keimlings fiel mir auch prompt wieder ein, was das doch für eine eigenwillige wenn nicht sogar gruselige Pflanze ist. Zuerst einmal wuchs die Wurzel nach oben raus. Vor lauter Schreck habe ich vergessen, ein Foto zu machen und habe sie schnell ausgebuddelt und richtig herum wieder eingesetzt. Ich dachte eigentlich, die wissen wo oben und unten ist. Ich hatte erwartet, dass sich das Pflänzchen von dieser Aktion eventuell nicht erholen würde, aber weit gefehlt. Nach ein paar Stunden Eingewöhnungszeit an die neuen Schwerkraftverhältnisse wuchs die Zucchini weiter, und zwar so schnell, dass man zugucken konnte. Sie überragt inzwischen alles, was sich in der Anzuchtkiste schon so rumtreibt:

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Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass auch dieses Exemplar wieder unterwegs ist, um  die Herrschaft über alle Kokosquelltabletten inklusive Bewohner zu erlangen.

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Sie muss also heute schnellstens ihr eigenes Töpfchen bekommen, bevor hier Schlimmeres passiert. Die Gurke wird bei der Gelegenheit auch gleich ausgepflanzt.

Ansonsten habe ich einen Schwung Paprikasamen ausgebracht, die lassen aber genau wie Strelitzien, Fenchel, Olive usw noch auf sich warten.

Der Blick in die Wettervorhersage stimmt derzeit ziemlich erwartungsvoll, dass nun endlich Frühling wird! Daher habe ich gestern dem Baumarkt meines Vertrauens, bzw. dem einzigen in 100 km Umkreis, einen Besuch abgestattet und 2 Tüten Erde und ein paar Hornveilchen erstanden. Im Vorfeld hatte ich schon einige Salatsamen bestellt, die ein bißchen Kälte wohl ganz gut vertragen können. Und jetzt heisst es endlich wieder: ab auf den Balkon und in der Erde wühlen!!

Grüne Hölle

Meine einwöchige Abwesenheit hat den Pflanzen offenbar in keinster Weise geschadet. Ganz im Gegenteil: Ich habe mein eigenes Zimmer nicht wiedererkannt und der liebe Besuch, der zur Zeit versucht, das gleiche Zimmer zu bewohnen, muss sich ganz schön durchkämpfen.

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Krummgewachsene Tomaten mussten von Gurkenranken befreit werden, Susannen und Chilis entwirrt werden und beiläufig in die Erde gesteckte und wie wild gekeimte Buschbohnen mussten von spindelig in die Höhe geschossener Petersilie befreit werden. Das Bewässerungssystem von Blumat, das aus Tonkegeln besteht, die in die Erde gesteckt werden und die Pflanzen dann über ein Wasserreservoir individuell versorgen sollen, hat wunderbar funktioniert. Auch auf dem Balkon hat es sich bewährt, wobei einige der bereitgestellten Wassergefäße nach einer Woche komplett leer waren. Mit entsprechend größeren Wasservolumina könnte ich mir vorstellen, dass die Blumatversorgung auch über einen längeren Zeitraum funktionieren kann.

In den Blumat-versorgten Balkonkisten hat in dieser Woche der Schnittlauch gekeimt, Möhrchen kann man nun von Dill unterscheiden, Oregano hat ein Miniblättchen dazubekommen und der bereits geerntete Salat ist erstaunlich stark nachgewachsen:

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Zusammen mit diesen Hornveilchennachbarn Spinat und Salat, wird er wohl sehr bald wieder auf dem Teller landen.

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Das absolute Highlight bei dem Gemüsegartenrundgang war allerdings das hier:

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Radieschen! Knollen!

Ich musste eins ernten und probieren. Und mich freuen! Lecker!

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Auf und ab im Balkongarten

Im Großen und Ganzen läuft es ganz passabel im Balkongarten, der sich zu größten Teilen noch auf der Fensterbank befindet. Nachts wird es zur Zeit noch ziemlich kalt, Gurke, Zucchini, Tomate usw. bleiben erstmal noch drin, was auch die Bewässerung über die anstehende Urlaubswoche erleichtern wird. Das hoffe ich zumindest. Gegen diese Maßnahme protestiert meine Zucchini mit einer wunderschönen Blüte:

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Hier werden sich zumindest in den nächsten Tagen noch keine Bienchen und andere Viecher tummeln, außer der Trauermücken vielleicht, die sich in letzter Zeit vermehrt an meinen Pflanzen rumtreiben. Grund zur Freude gibt mir außerdem der Pflücksalat, den ich eigentlich schon abgeschrieben hatte, als er sich nach dem Transfer vom Zimmer auf den Balkon auf die Erde legte und lange Zeit nicht wieder aufstehen wollte. Ich habe ihn einfach in Ruhe gelassen und ein paar Pflänzchen haben sich gut erholt.

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Bei den Radieschen nebendran, die exakt das gleiche Schicksal ereilt hatte, hat das mit der Erholung nicht so gut funktioniert. Sie sind zwar in halbliegender Postition weitergewachsen und haben ne Menge Grünzeug produziert, aber Knollen sucht man vergeblich.

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Meine Radieschen sehen diese Saison nun also erstmal so aus:

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Ich habe übrigens mal probiert: Schmeckt nach Radieschen, ist ja auch schön pink geworden. Leider ist die Konsistenz seltsam und so ein Stengel gibt nicht so viel her… Zum Glück habe ich noch eine zweite Aussaat im Balkonkasten, die sich bisher gut entwickeln. Knollenartiges ist zwar noch nicht zu erkennen, aber ich bin zuversichtlich, dass das noch kommt.

Ganz gespannt bin ich auch auf meine Pariser Möhren, die ich auf Staphyleas Empfehlung hin bei Deaflora bestellt habe. Ausgesät habe ich sie im Kasten zusammen mit Schnittlauch und Dill, wobei jeder eigentlich in seinem Bereich des Kastens bleiben sollte. Über den ganzen Kasten verteilt, spriessen jetzt allerdings diese Keimlinge:

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Ich bin gespannt, ob Möhren- und Dillkeimlinge einfach nur genau gleich aussehen, oder ob ich mit zu kräftigem Angiessen die Saat ordentlich durchgemischt habe.

Mein Plan für diese Woche ist nun, noch ein bißchen was auszusäen (unter anderem habe ich Oleandersamen geschenkt bekommen und ich brauche definitiv mehr Spinat), junges Gemüse in ausreichend große Töpfe zu packen, damit sie eine Woche Abwesenheit der Gärtnerin verkraften und stattdessen mit den Blumat-Tonkegel vorlieb nehmen und weiterhin der kleinen hübschen Himbeere zu widerstehen, die mir im Baumarkt immer zuruft: Kauf mich! Zumindest bis nach dem Urlaub…

Es wächst!

Auf der Fensterbank wächst und gedeiht es. Noch gibt es genug Platz in der Wohnung, aber dass der nahe Frühling eine Umsiedlung auf den Balkon in Aussicht stellt, ist auch nicht schlecht. Eine meiner beiden Zucchinis musste ich heute schon zum zweiten Mal umtopfen. Die Tomaten wachsen ganz herrlich,

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sowie meine etwas langsamen Gurkenzwillinge

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und der Brokkoli.

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Ganz verliebt bin ich auch in meine Trichterwindenbabys, die vermutlich am Wochenende in einen größeren Topf umziehen werden und ihre ersten Kletterstangen bekommen.

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Endlich Neuschnee!

Alle meckern übers Wetter.. Ich auch! Ich kann das weiße Zeug, das überall herumliegt, nicht mehr sehen. Und kalt will ich auch nicht mehr. Und draußen pflanzen will ich! Es ist fast April, das kann doch nicht so schwer sein!

Trotz der fehlenden Sonne haben sich erfreuliche Dinge auf meiner Gemüsefensterbank ereignet. Ich habe eine Susanne! Ich hoffe, sie hält durch und wird groß.

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Die besten Bedingungen für das Keimen der Schwarzäugigen Susanne hat nun also das Gewächshaus geboten. Im Topf, der nur halbgut gegossen auf der kalten Fensterbank stand, blitzt allerdings auch schon etwas noch Gelbes aus der Erde. Was lerne ich daraus? Nichts. Außer, dass man mit Pflänzchen etwas mehr Geduld haben sollte. Keine Geduld hingegen erfordert der Dauerbrenner Zucchini.

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Fast jeden Tag ein neues Blatt und die Blätter werden riesig im Vergleich zu meinen restlichen Fensterbankbewohnern, wie der hübschen Trichterwinde

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oder meinem Knoblauch.

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Besonders gefreut habe ich mich über Spitzpaprika

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und Chili.

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Inspiriert vom miesen Wetter habe ich nun auch anfangen, Samen auszubringen, die eigentlich im Frühling ins Freiland wollen, bei den Temperaturen aber nicht können. Salat, Radieschen, Mangold, Kohlrabi und Kapuzinerkresse in der Wohnung? Warum eigentlich nicht! Falls wirklich etwas dran ist an dem Gerücht, der Golfstrom sei versiegt, brauch man Alternativen!

Neuigkeiten im Gemüsegarten

Nach wie vor lässt der Frühling sein blaues Band nirgendwo flattern, zumindest nicht hier in Sibirien, ähm… Berlin. Scheißekalt und keine Änderung in Sicht. Spinat, Salat, Radieschen usw. möchten schon vor den Eisheiligen direkt ins „Freiland“ (oder halt eben Balkon) ausgesät werden, aber diese Temperaturen würden sie mir wohl ziemlich übel nehmen. Ich bin trotzdem top-motiviert und kann mich nur schwer vor der Kultivierung von Zimmer-Salat abhalten. Mal sehen, wie lange noch…

In der Anzuchtstation gibts es aber einige Fortschritte zu vermelden. Die zweite Sorte Tomaten keimt und wächst blitzschnell (Supersweet 100). Ich hatte mich im Samenregal vergriffen und anstatt einer Balkontomate ziehe ich gerade 3 Exemplare einer weiteren Stabtomate groß. Wenn alle durchkommen, habe ich 6 Stabtomatenpflanzen, die gerne mal 2 Meter groß werden und 1 qm Fläche benötigen. Platz ist auf dem kleinsten Balkon, sagt man ja. Die Tomaten, die ich vor 4 Tagen pikiert habe, haben sich entschlossen, in ihren neuen Töpfen nun weiterzuwachsen, sie sehen schon aus, wie richtige Tomaten.

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Die Zucchinis sind toll, man kann ihnen wirklich beim Wachsen zuschauen.

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Und auch die Brokkolis kriegen langsam richtige Brokkoliblätter.

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In meinem Minibeetanzuchtgewächshaus wird lustig vor sich hingekeimt. Zwei riesige, den Zucchini nacheifernde Gurkenkeimlinge müssen schon ganz bald in ihre eigenen Töpfe,

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während diese minikleinen Erdbeerkeimlinge im Schneckentempo größer werden.

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Von Spitzpaprika, Chili, Zitrone, Knoblauch, schwarzäugiger Susanne und Trichterwinde ist noch nichts zu sehen. Kommt raus, sonst buddel ich euch wieder aus!

Kleine Freuden im Schnee

Heute ist Samstag, das bedeutet Wochenende und das bedeutet frei! Dazu kommt Sonnenschein den ganzen Tag. Schonmal toll. Darüber hinaus lieferte der Tag auch noch Antworten auf ein paar Fragen, die man sich als Balkongemüsegartenplaner stellt, der fast nie zuhause ist, wenn es hell ist: Kriegen meine Keimlinge irgendwann ein bißchen Sonne ab? Wie lange scheint die Sonne auf welchen Balkon? Was machen die Zucchinis eigentlich tagsüber?

Es hat sich pflanzmäßig Einiges ereignet heute. Die Zucchinis waren endgültig aus ihrer Kinderstube herausgewachsen. Nachdem sie im Laufe der Woche haufenweise Wurzeln durch den Torftopf gestoßen haben, hatte ich ein Einsehen und habe sie umgesetzt in einen etwas größeren Topf, in dem sie nun bitteschön einen kräftigen Wurzelballen ausbilden werden. Eigentlich kann man einfach den gesamten Torftopf miteinpflanzen, aber diese stinkigen, halbschimmligen Dinger sind mir nicht geheuer. Ich werde in Zukunft eher auf Joghurtbecher zurückgreifen oder einfach Anzuchterde im ganzen Minigewächshaus verteilen. So habe ich also die beiden Pflänzchen aus den Torftöpfen gepuhlt und mich dabei bemüht, keine Wurzelenden zu beschädigen, was auch mehr oder weniger funktioniert hat. In ihren neuen Töpfen sehen die Zucchinis hervorragend aus und sind bereit, mächtig zu wachsen.

Happy Zucchini

Auch die Brokkoli Keimlinge sehen gut aus, sind aber noch nicht ganz soweit. Müssen sie auch nicht, ich glaube, man sollte sich bezüglich Entwicklungsgeschwindigkeit nicht an den Monsterzucchinis orientieren.

Brokkoli Familie

Neben einem total pflanzgeschockten Naturkind-Supermarkt-Salbei…

Schockierter Salbei

… gibt es natürlich noch das zweite Minigewächshaus, das auf den ersten Blick noch sehr leer erscheint. Ich muss mich schon immer stark bremsen, um nicht die Samen wieder auszubuddeln um zu gucken, ob sie keimen.

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Manchmal reicht es aber schon, sich nah davor zu klemmen und die Oberfläche mit Röntgenblick abzusuchen. Willkommen Cherrytomate…

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… und Gurke!

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Zucchini aus der Hölle?

Neben meinen kleinen, lieben, zarten Brokkolipflänzchen, die ich schon vorgestellt habe, rührt sich noch etwas anderes in meiner kleinen Sämerei. Ich nenne es „bad ass-Zucchini“. Als ich die beiden das erste Mal sah, wurde mir fast ein bißchen mulmig. Seit Audrey II und Supermario ist man ja vorsichtig geworden mit Pflanzen, die aussehen, als würden sie die Weltherrschaft anstreben. Ob die wohl Fleisch essen wollen, wenn die groß sind? Oder womöglich Menschen??

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Ich muss die zwei unbedingt trennen, für mich sieht das schon nach einer aufkeimenden Verschwörung aus…

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Eine kleine Brokkoli-Studie

Jetzt ist alles ausgesät, was irgendwie schon ausgesät werden kann und nicht direkt ins Freiland gehört. Vor lauter Begeisterung habe ich sogar schon den armen Knoblauch draussen in den Balkonkasten gesetzt, der sich dort bei nächtlichen -10°C fragt, ob man wohl nicht noch ein paar Tage hätte abwarten können. Eigentlich setzt man Knblauch schon im Herbst, daher wird er ein bißchen Frost abkönnen, hoffe ich. Das wird spannend! Zwischen den einzelnen Knoblauchzehen habe ich Lücken gelassen, wo später mal die Erdbeeren sitzen sollen. Ich habe gehört, die beiden sind ganz hervorragende Nachbarn.
Jeden Abend und jeden Morgen renne ich nun zu meinen Gewächshäuschen und Pflanzgefäßen und gucke, ob es etwas Neues gibt. Und tatsächlich hat das Grün nicht lange auf sich warten lassen. Bereits 4 Tage nach der Aussaat steckte der Brokkoli ein Keimling-Köpfchen aus der Erde. Mein erstes grünes Irgendwas auf dem Weg zum prachtvollen Gemüsegarten!
Selbstverständlich habe ich den Wachstumsfortschritt im Zeitintervall von 24 Stunden dokumentiert.

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Ein bißchen mehr Licht, bitte. Ansonsten: Juhuu! Yeah! Jippie!

Was schon in der Erde ist

Wenn man rausschaut wird einem klar, es ist eigentlich noch mitten im Winter. Aber zwischen Winter und Winter gab es vor ca. 1,5 Wochen schonmal ein paar schöne Tage, an denen die Sonne meine neue Gärtnernase gekitzelt hat. Sowohl im Gärtnerbuch als auch auf den Samentütchen findet man ermutigende Anweisungen wie „Mitte Februar-Anfang März Vorkultur auf der Fensterbank“. Und weil die Sonne so schön schien, fanden gleich Stabtomate, Zucchini und Brokkoli ihren Weg in die Erde. Um mich selbst und die jungen zukünftigen Pflänzchen zu beeindrucken, wurde profimäßig in kleine Torftöpfe mit guter Anzuchterde gesät und das Ganze in ein Zimmergewächshaus verfrachtet. Inzwischen scheint die Sonne nicht mehr und es ist saukalt, aber es gab kein Halten mehr. Gestern folgten Gurke, Spitzpaprika, Cherrytomate, Chili (Kerne aus der Schote puhlen und sich dann die Augen reiben = keine gute Idee), Erdbeere, Thaibasilikum und Schwarzäugige Susanne, die zwar kein Gemüse ist, aber einen tollen Namen hat. Hier habe ich mich auch nicht mehr mit kleinen Töpfchen aufgehalten, es wurde gleich in große Töpfe gesät (Thaibasilikum und Susanne) oder aber ins angelegte Mini-Beet im zweiten Zimmergewächshaus (alle anderen). Jetzt drücke ich fest die Daumen für möglichst viel Licht und möglichst stabile Keimlinge.

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