Die Samen rotieren wieder!

Dank des grandiosen Basteltipps für Samentütchen von Mel von Kistengruen habe ich es rechtzeitig geschafft, mein Beitrag zur diesjährigen Samenrotation abzuschicken! An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Marcel, Organisator und Chefrotierer! Ich bin jetzt schon gespannt auf das Saatgut, welches wieder in großer Vielfalt in wunderbar kreativen Verpackungen bei mir eintreffen wird und freue mich darauf, anderen Gärtnern vielleicht eine Freude mit meinem Saatgut gemacht zu haben. Toll ist ja immer, wenn man in anderen Blogs tatsächlich darüber liest!

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Ich wünsche allen ein fröhliches Samentauschen! Bis bald…

Schicksalsjahre eines Balkongartens

Das Schicksal des Balkongartens ist mal wieder besiegelt. Er führt ja bekanntlich ein sehr bewegtes Leben, war schon auf 3 verschiedenen Balkonen heimisch und hat sich nie unterkriegen lassen. Nun ist es soweit, Hannahs Garten bezieht seine vierte Behausung. Auf Wiedersehen, Süd-BW, es geht zurück. Zwar nicht in die große Stadt, aber in den kleinen Bruder, der sich gleich im Süd-Westen dranschmiegt. Es zahlt sich also aus, in weiser Voraussicht in dieser Saison größtenteils nur Pflanzen gehabt zu haben, die sich nirgendwo festhalten, hochranken, anklammern oder ähnliches. Bis auf Ihn hier:

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Der Wein. Er ist zwar kein Prachtexemplar, aber er ist mir und vorallem dem Meister und Kenner der Pflanzenwelt sehr ans Herz gewachsen. Er hält sich am grottenhäßlichen Sichtschutz fest, aber wir können ihn einfach nicht zurücklassen. Habt Ihr eine Idee, wie man den Guten transportfähig machen könnte?

Der Rest der kleingehaltenen Belegschaft ist bereit zum Umzug und darf sich freuen auf eine große Terrasse, wo es knalle Sonne oder bei Bedarf auch ein bißchen Schatten gibt und einen kleinen aber feinen GARTEN! Es ist also soweit, mein erster eigener stets herbeigesehnter Garten! Naja, also nicht wirklich meiner und es sieht zur Zeit auch eher nach Unkrauturwald aus, aber das wird schon noch.

Wer kommt mit?

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Natürlich die stolze Himbeere, es gibt definitv genug Platz für sie im neuen Garten.

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Die Tomaten, die inzwischen hübsche birnenförmige Früchte bilden. Ich hoffe, sie überstehen die Reise.

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Mein Thaibasilikum, den ich sehr mag.

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Mein Lavendelnachwuchs.

Außerdem noch Erdbeere, ein Kräuterkasten und ein geschenktes Mandarinenbäumchen. Das ist also meine Mannschaft für das neue Zuhause, mal abgesehen von den Zweibeinern. Bin ich doch alleine weggegangen und komme zu dritt wieder! Ich freue mich!

Kresse

Wie kann man sich am besten die Wartezeit auf die Keimlinge und den richtigen Start der Balkonsaison vertreiben und gleichzeitig volle Gärtnerfreude empfinden? Kresse! Ich habe es mir abgeguckt bei Mel von Kistengrün unter Zuhilfenahme der Kressesamen von Nils aus der Samenrotation (Danke Nils!) und einiger alter Radieschensamen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten hatten. DSC_0001 1 Ausgesät habe ich auf Wattepads, die ich ca. 2x am Tag mit Wasser besprüht habe. Gleich am nächsten Tag konnte man sehen, dass die Kresse anfing zu keimen, die Radieschen brauchten ein wenig länger. Inzwischen habe ich einen wahren Kresse-Radieschen-Urwald und geniesse die Keimlinge auf Brot, in der Kräuterbutter oder in der Suppe! DSC_0012 1 Mein Resümee: Kresse macht Spaß!

All die Lieder – offtopic

Man kennt das von Weihnachten: Wenn der Sommer gerade vorbei ist, nähert sich das Fest. Man spürt es mit jeder Faser des Körpers, Spekulatius und Dominosteine im Supermarkt tun ihr übriges. Das geht allen so. Das ist normal. Wenn man dieser Tage allerdings wach wird und singt: „die Karawane zieht weiter, der Sultan hätt Kaffeedoosch“ oder noch vor dem Frühstück an nichts anderes denken kann als an dicke Eier, fuhle Prumme und lange Muhre, da wird es einem wieder bewusst: man ist tatsächlich mit der Pappnas jebore. Es fliesst einem durch die Adern, man kann sich nicht entziehen; als waschechte Rheinländerin steht man einfach parat, wenn et Trömmelsche jeht. Wenn man sich allerdings in der Ferne befindet, in einem Land jenseits bekannter und vertrauter Traditionen, wird das Herz bisweilen schwer. Man singt dem frischen Nachwuchs verzweifelt was von Spitzebützjer und unserm Veedel vor und denkt zurück an damals, als man selbst als kleiner Indianer oder kleine Prinzessin ins närrische Treiben aufbrach, sobald die Füße einen trugen.

Jetzt gehe ich raus in den „Schmotzigen Donnerstag“ der schwäbisch-alemannischen Fasnet, wische mir ein Tränchen aus dem Augenwinkel und erkläre meiner kleinen Schwäbin, dass das eigentlich anders muss.

Kölle Alaaf!

Liebster Award!

Vielen Dank an Marcel von derbalkongarten für die Nominierung zum „Liebsten Award“!
Ich hab mich riesig gefreut! Vorallem, weil die Auszeichnung trotz seltenen Bloggens quasi vom Himmel fiel!

Die Regeln für den “Liebster Award” sind folgende:

Verlinke die Person, die Dich nominiert hat. Diese Person kann auch nicht erneut nominiert werden.
Nominiere 11 andere Blogger mit weniger als 200 Followern.
Beantworte die 11 gestellten Fragen und stelle selbst 11 Fragen Deiner Wahl.
Informiere die Nominierten über einen Link zu Deinem Post, damit sie die Infos auch bekommen.

Da ich lediglich 4 Monate (!) brauchte, um auf die Nominierung zu reagieren, kann sich bestimmt Marcel überhaupt an nix mehr erinnern und sind eigentlich alle Blogs, die ich lese, schonmal nominiert gewesen. Daher beschränke ich mich auf die Beantwortung der Fragen und bedanke mich nochmal herzlichst!

1. Warum schreibst Du den Blog?

Den Blog und den Garten zu beginnen, war eine spontane Idee, die zum einen mit schlechtem Wetter und dem langen Berliner Winter, zum anderen mit dem Umzug in eine Wohnung mit 2 wunderbaren Balkonen zu tun hatte.

2. Wie schätzt Du dich selbst ein?

Leidenschaftlich im Bezug auf den Garten, ein bißchen faul im Bezug auf den Blog!

3. Was ist das spezielle an Dir, was Dich auszeichnet?

Ich glaube, ich bin komplett normal. 🙂

4. Eher Kuchen oder Sahnetorte?

Im Zweifelsfall Sahnetorte.

5. In welchem Land würdest Du am liebsten wohnen und warum?

Ich würde gerne in einem Land wohnen, wo fast immer die Sonne scheint, die Leute nett zueinander, tolerant, offen und hilfsbereit sind, Babykriegen kein Karriereekiller ist, die Mülltonnen nicht abgeschlossen werden, wo das Meer ist und wo Tomaten, Zucchini und Paprika auch außerhalb des Gewächshauses gedeihen.

6. Wie stellst Du dir ein schönes Essen vor und was wäre es?

Ein schönes Essen besteht für mich aus guten frischen Zutaten, die mit Liebe zubereitet sind. Am Besten sind auch noch Nudeln dabei.

7. Wohnst Du in der Stadt oder auf dem Land bzw. wo würdest Du lieber wohnen?

Ich bin im letzten Jahr von der großen Stadt in die mini-kleine Stadt gezogen, die allerdings noch nicht wirklich Land ist. Beides hat Vorteile, beides hat Nachteile. In meinen kühnsten Träumen möchte ich als nächstes am liebsten Land ausprobieren. Mit guter Luft, Ruhe, Viecher und vielleicht einem Garten außerhalb von Töpfen.

8. Welche Pflanze magst Du gar nicht?

Ich habe lange überlegt, aber mir ist keine eingefallen.

9. Bist Du eher Aktivurlauber oder “In-der-Sonne-Sitzer”?

Eine Kombination aus beidem ist perfekt.

10. Welches Haustier würdest Du am liebsten haben oder hast Du?

Am liebsten hätte ich Hühner. Sind das Haustiere?

11. Magst Du “Fast-Food” und was wäre Deine Interpretation des besten Fast-Foods?

Ja mag ich. Aber nicht zu oft, sonst fühle ich mich irgendwie vergiftet. Herrliche selbst gemachte Burger, die Stunden für die Zubereitung brauchen, sind das beste „Fast“ Food.

So, haltet den fiesen Winter durch, es ist fast geschafft! Bald könnten schon die ersten Samen den Weg in die Vorkultur finden!

Ab die Post

Heute habe ich endlich meinen Beitrag zur Samenrotation 2014 losgeschickt!

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Von Paprika über Kornblume bis zu Bonsai-Tomate ist alles dabei. Auch selbst geerntete Samen von Trichterwinde und schwarzäugiger Susanne habe ich verschickt. Ich hoffe, jemand wird viel Freude daran haben.
Und ich freu mich natürlich schon sehr auf mein Samenpäckchen.
Ein riesiges Dankeschön an Marcel für die schöne Aktion!
In Kürze werde ich berichten, was mein Überraschungspaket enthält und was es dann im nächsten Jahr in Hannahs Garten zu bestaunen gibt.

Nichts bleibt wie es ist!

Was ist eigentlich los im Gemüsegarten? Der Herbst ist da, und bis hierhin ist eine ganze Menge verschwiegen worden: Die Zucchini ist hinüber, die fruchtlose Himbeere ist vom Baby zu einer ausgewachsenen Riesenhimbeere herangewachsen, deren Höhenwachstum man sogar mit einem beherzten „Kopf ab!“ Einhalt gebieten musste, es wurden steinharte Kohlrabis geerntet, es gab 4 hervorragende Pariser Möhrchen, Radieschen klappen im September nicht mehr, aber dafür wuchert Ende August ausgesäter Spinat, als gäbe es kein Morgen mehr und ich liebe offensichtlich immernoch Aufzählungen. In dieser ganzen stillen Zeit gab es immer wieder sanftes Drängen, doch mal wieder über oben genannte Vorkommnisse zu berichten. Nachdem heute meine großartige Schwester einen letzten Versuch unternahm und mir aus ihrem bestens besuchten Blog einen riesigen Haufen Leser hinüberschob, ist die Schreibblockade gebrochen. Schreibblockade? Ist das wohl das richtige Wort? … Liebes Lavendelkind, ich habe so ungefähr genau 5-6 Leser und Samstags 10, die etwas über Gemüse lesen wollen. Was also tun, wenn der zuvor minutiös geplante und betreute Gemüsegarten den Bach runter geht, man gerade noch die Kraft hat, Wasser und bei extrem überschwänglicher Laune den guten Biodünger hineinzukippen, auf das möglichst ein bißchen Grün überlebt? Was tun, wenn man den Hals dreimal umgedreht und gefühlt Herz und Magen rausgerissen bekommt? Wenn man als angeschossenes Reh im Wald rumsitzt und auf den Fangschuss wartet? Wenn sich gefühlt innerhalb von Stunden alles ändert und man beim besten Willen nicht mehr weiss, wo einem der Kopf steht? Wenn genau dieser voll ist mit gartenfernen Dingen oder wahlweise komplett leer? Die Antwort könnte sein: Krönchen richten, lächeln, winken und übers Gemüse bloggen. Gemüse ist der Freund, der immer bleibt…