Apropos Umzug

Es war mal wieder soweit. Natürlich ist schon alles geschafft, aber der Vollständigkeit halber und zur Winterunterhaltung (die Häufigkeit der (Balkon-) Gartenblogposts geht ja schon merklich zurück, wie immer im Winter) möchte ich berichten:

Es ging quer durch die Republik zurück, mit der Aussicht auf eine große Terrasse und einem, wenn auch arg verwilderten, Garten! Nachdem die Himbeere lauthals Lebenszeichen von sich gab, stand auch die pflanzliche Umzugsmannschaft fest.

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Da stehen sie bereit und warten auf die starken Männer. Den Wein haben wir aus dem Sichtschutz herausgefädelt, wobei lediglich eine Latte des Sichtschutzes dran glauben musste. Und ab ging die Post! Nach einer Tagesreise im dunklen LKW kamen alle ohne auch nur ein Blättchen verloren zu haben im neuen Urwald an.

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Da gibt es einiges zu tun! Ich freue mich riesig auf meine geplante Mischung aus Container- und Gartengarten und bin gespannt auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der neuen und der alten Gartenform. Und vorallem freue ich mich aufs Frühjahr, wenn es endlich richtig losgeht!

Schicksalsjahre eines Balkongartens

Das Schicksal des Balkongartens ist mal wieder besiegelt. Er führt ja bekanntlich ein sehr bewegtes Leben, war schon auf 3 verschiedenen Balkonen heimisch und hat sich nie unterkriegen lassen. Nun ist es soweit, Hannahs Garten bezieht seine vierte Behausung. Auf Wiedersehen, Süd-BW, es geht zurück. Zwar nicht in die große Stadt, aber in den kleinen Bruder, der sich gleich im Süd-Westen dranschmiegt. Es zahlt sich also aus, in weiser Voraussicht in dieser Saison größtenteils nur Pflanzen gehabt zu haben, die sich nirgendwo festhalten, hochranken, anklammern oder ähnliches. Bis auf Ihn hier:

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Der Wein. Er ist zwar kein Prachtexemplar, aber er ist mir und vorallem dem Meister und Kenner der Pflanzenwelt sehr ans Herz gewachsen. Er hält sich am grottenhäßlichen Sichtschutz fest, aber wir können ihn einfach nicht zurücklassen. Habt Ihr eine Idee, wie man den Guten transportfähig machen könnte?

Der Rest der kleingehaltenen Belegschaft ist bereit zum Umzug und darf sich freuen auf eine große Terrasse, wo es knalle Sonne oder bei Bedarf auch ein bißchen Schatten gibt und einen kleinen aber feinen GARTEN! Es ist also soweit, mein erster eigener stets herbeigesehnter Garten! Naja, also nicht wirklich meiner und es sieht zur Zeit auch eher nach Unkrauturwald aus, aber das wird schon noch.

Wer kommt mit?

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Natürlich die stolze Himbeere, es gibt definitv genug Platz für sie im neuen Garten.

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Die Tomaten, die inzwischen hübsche birnenförmige Früchte bilden. Ich hoffe, sie überstehen die Reise.

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Mein Thaibasilikum, den ich sehr mag.

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Mein Lavendelnachwuchs.

Außerdem noch Erdbeere, ein Kräuterkasten und ein geschenktes Mandarinenbäumchen. Das ist also meine Mannschaft für das neue Zuhause, mal abgesehen von den Zweibeinern. Bin ich doch alleine weggegangen und komme zu dritt wieder! Ich freue mich!

Es wächst und gedeiht

Weil Vorher/Nachher doch so schön ist, habe ich den Wachstumsfortschritt einiger Balkonbewohner dokumentiert. Ich hatte bereits Anfang März eine Pflücksalatmischung ausgesät. „Diesmal“, dachte ich so bei mir, „mach ich nicht wieder den Fehler und säe zu dicht aus..“ Ganz vorsichtig, nur ganz wenige Körnchen hier und da, bis auf einmal das ganze Tütchen leer war. 100 Pflanzen stand drauf.

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Fürs Keimen ist das noch kein Problem, aber später wird es dann so voll, dass die Pflanzen sich gegenseitig auf den Füßen stehen und unter Umständen sogar eingehen.

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Also musste ausgedünnt werden. Ein paar Keimlinge setzte ich dann in einen separaten Kasten mit einem anständigen Abstand.

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Der Wachstumsvergleich zwischen dicht und nicht ganz so dicht ergibt bis jetzt keinen so großen Unterschied, aber ich denke mit zunehmender Größe der Pflanzen würde der Sinn des Pflanzabstands durchaus ersichtlich werden. Ich lasse es nicht soweit kommen und esse einfach alles vorher auf.

Ein Selbstläufer auch in diesem Jahr ist die Erdbeere. Im letzten Jahr hatte sie sich selbst ausgesät und spät im Jahr leckere kleine Früchtchen abgeworfen. In diesem Frühjahr hat sie wieder ausgetrieben mit den ersten Sonnenstrahlen und blüht inzwischen bereits.

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Und jetzt zur Monster-Himbeere: Im Herbst hatte ich sie radikal zusammengeschnitten, da sie sich irgendeine Himbeerkrankheit eingefangen hatte. 3 einsame Hölzchen ragten den Winter über aus dem Topf und ich war gespannt, was wohl im Frühjahr passieren würde. Als erstes waren kleine Knöspchen zu entdecken und wenig später erhob sich ein wahrer Urwald aus der Erdoberfläche.

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Sie ist jetzt schon riesig und mein größtes Sorgenkind für den anstehenden Umzug. Werde ich mich von ihr trennen können oder ihr eine 700 km Reise im Transporter zumuten? Es wäre ja nicht ihr erster Umzug! Wenn ich es mir recht überlege, hätte ich sie einfach in Berlin stehen lassen sollen…

Eisheilige und Abschiede

Eisheilige?…Egal! Gestern war auf einmal ein riesiges Fenster im meinem Zeitplan als nicht mehr ganz so frisch gebackene in Elternzeit befindliche Hausfrau und Mutter aufgegangen, so dass ich mich blitzschnell auf dem Balkon verschanzte und alles erledigte, was irgendwie ging. Dem vorausgegangen war bereits eine 2 Tage andauernde Putzaktion, so dass man den Hygienezustand endlich mal als annehmbar bezeichnen kann. Vorher/Nachher macht  immer so viel Spaß:

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Als erstes gab es tatsächlich noch ein paar Kästen aus der letzten Saison zu entsorgen. Hier fanden verholzte Stämme von alten Ringelblumen, knochenharte Schnittlauch-Stängelchen, Gras und Moos ihren Weg in den Grünabfall (Biomüll gibt’s in Süd-BW nicht, muss man alles selber wegbringen). In den letzten Wochen hatten mir die wunderbaren gefüllten Narzissen viel Freude gemacht, die ich letzten Herbst gesetzt hatte, aber auch die wurden entschlossen ausgebuddelt und verabschiedet.

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Manchmal kommt es nämlich wirklich wie man denkt und Hannahs Garten wird mal wieder weiterziehen. Demnächst heisst es, Abschied nehmen von dem tollen Balkon mit dem roten Stuhl. Es geht zurück in den wilden Osten mit der Hoffnung auf viel Raum für viele Pflanzen, aber zur Zeit ist das nur Spekulation. Der Grundsatz der diesjährigen Balkonsaison lautet also: es darf nur behalten werden, was sowieso schon wächst und es werden keine neuen Töpfe aufgemacht. So mussten also die Narzissen weichen, um der extrem reduzierten Kinderstube Platz zu machen. Die Tomaten mussten und wollten nun ganz dringend umziehen und haben trotz der bevorstehenden, wenn auch vermutlich halbherzigen Eisheiligen, ihr Plätzchen draussen gefunden.

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Außerdem wächst hier noch ein einzelner Lavendelzweig, der ohne zu blühen schon duftet wie wild, und ein Exemplar Pimientos de Padron aus der Samenrotation. Die restlichen Kleinen habe ich bereits in gute Hände abgegeben. Und weil ich das so tapfer erledigt habe, habe ich mir einen einzigen Grundsatzbruch erlaubt und einen frischen Topf mit Thaibasilikum angelegt. Brauch man ja schließlich! Werden bereits belegte Kästen wieder verwendet, hebelt das den ersten Teil des Grundsatzes aus, so dass man sich prima selbst bescheissen kann ich noch Zinnien aus der Samenrotation, sowie einen Kasten mit Dill, Petersilie und Basilikum aussähen konnte. Verschiedene Sorten Salat hatte ich schon vor einer Weile ausgesät, die mehr oder weniger erfolgreich vor sich hin wachsen. Auf meine geliebten Kletterer (in Planung waren Gurke, Trichterwinde und Spargelerbse) habe ich komplett verzichtet, aber mein Balkongärtnerherz kommt nicht umhin, wenigstens ein bißchen Grün sprießen zu sehen. Jetzt werde ich die Tomaten so dermaßen pflegen, in der Hoffnung vor August ernten zu können. Wenn nicht, freuen sich vielleicht die Nachbarn!